Essen ist weit mehr als reine Nahrungsaufnahme. Essen ist mit Erinnerungen, Ritualen und Gefühlen verbunden. Doch manchmal greifen wir nicht aus Hunger zum Essen, sondern um negative Gefühle wegzudrücken oder uns zu trösten. Gerade Erwachsene kennen diese Situationen: nach einem stressigen Tag, bei Kummer oder Wut kommt plötzlich der unerklärliche Hunger auf Schokolade. Emotionales Essen ist weit verbreitet und kann langfristig zu ungesunden Gewohnheiten oder sogar Erkrankungen wie Übergewicht führen. Wer versteht, wie es entsteht und vor allem, was wirklich dagegen hilft, kann ein gesünderes Essverhalten entwickeln. Und vor allem können Eltern ihre Kindern hier unterstützen, dieses Verhalten gar nicht erst zu entwickeln.
Weshalb essen wir aus negativen Emotionen
Emotionales Essen entsteht nicht zufällig. In unserem Gehirn aktiviert Essen das Belohnungssystem, setzt Dopamin und Endorphine frei und sorgt für kurzfristige Glücksgefühle. Evolutionär war das sinnvoll, heute kann es jedoch dazu führen, dass wir bei Stress, Frust oder Langeweile automatisch zum Essen greifen, um uns kurzfristig besser zu führen. Hinzu kommen Kindheitserfahrungen: Trostschokolade, Belohnungseis oder Snacks gegen Langeweile haben Essen fest mit Gefühlen verknüpft. Und meistens kommt hinzu, dass die wenigsten Menschen als Kind gelernt haben, wirklich mit Gefühlen umzugehen. Diese Muster setzen sich dann oft unbewusst fort. Aber: es ist nie zu spät, ein Muster zu durchbrechen und neue Gewohnheiten zu etablieren. Und: es für dein Kind anders zu machen.
Das erfährst du in der Podcastfolge:
- Warum emotionales Essen so weit verbreitet ist
- Welche Rolle Kindheitserfahrungen dabei spielen
- Wie du Hunger von emotionalem Appetit unterscheiden kannst
- Welche typischen Alltagssituationen emotionales Essen auslösen
- Wie du gesunde Strategien für dich und dein Kind entwickeln kannst
Emotionales Essen überwinden und für dein Kind ein positives Essverhalten fördern
Der erste Schritt: vor dem Essen innehalten, in den Körper spüren und prüfen, ob wirklich echter Hunger da ist. Eigentlich ist es relativ einfach: wir Menschen wissen ziemlich genau, wie sich echter körperlicher Hunger anfühlt. Bei jedem können die Hungergefühle etwas anders sein, aber sie sind klar erkennbar. Wenn du dir unsicher bist, ist es in den meisten Fällen ein emotionaler Hunger und nicht wirklich ein Grund, zu essen. Wie du dann emotionales essen stoppen kannst, erfährst du in der Podcastfolge. Du lernst eine Strategie kennen, die effektiv dabei helfen kann, wirklich mit Gefühlen umzugehen. Das haben wenige in ihrer Kindheit gelernt und das ist einer der Gründe, warum viele Menschen zu emotionalem Essen neigen oder sich mit anderen Dingen betäuben.
Mit dieser Strategie kannst du auch deinem Kind beibringen, nicht aus Gefühlen heraus zu essen, sondern wirklich aus körperlichem Hunger. Das ist also eine wichtige Basis für ein gesundes Essverhalten.
Wir hoffen, die Podcastfolge hilft dir, emotionales Essen zu erkennen und mit Achtsamkeit besser zu fühlen, damit du für dich und dein Kind neue Essgewohnheiten schaffen kannst.
